Schilddrüse unter Strom

Als „Detektiv des Körpers“ ist es meine Aufgabe heraus zu spionieren, wo das Malheur seinen Ursprung hat. Was den sturen Stoffwechsel anbetrifft, hormonelle Dysbalancen und Entzündungsprozesse, ist es meistens der Stress, der hier am Steuer ist. Die Schilddrüse ist Stressreaktionen unmittelbar unterworfen, denn sie reguliert die Homöostase und sorgt so für Gleichgewichtszustände eines Organismus. Stress und Angstzustände können der metabolischen Drüse tatsächlich eine Schranke setzen. In Zeiten von Kampf oder im Fluchtmodus reagiert das sympathische Nervensystem mit der kalorischen Notbremse, so dass wir in kritischen Zeiten überleben können. In unserer modernen Gesellschaft ist es vielleicht nicht die Flucht vor dem Feind; eher der Stau auf dem Heimweg, Streit mit dem Partner, Deadline im Job oder die Stressoren sind sogar selbst induziert wie ein übermäßiges Training.

Wenn man die Auswirkungen von Stress auf die Schilddrüse versteht, liegt der Schlüssel zur Problemlösung darin, es an der Wurzel zu packen und das körpereigene Thermostat zu optimieren. Neben der Aufgabe, die kalorische Ausbeute zu regulieren, hat die Schilddrüse diverse anderen Aufgaben wie die Stimmung zu heben, den Energielevel, die Schlafbereitschaft, Verdauung und vieles mehr.

Der kleine “Schmetterling” ist wahrhaftig das Regulationszentrum des Körpers und herrscht über das Gewicht, die Körpertemperatur, deine Laune, die kognitiven Funktionen, die Verdauung, Knochen und Gelenke, Hautbeschaffenheit, Haardichte, Schönheit der Nägel und vieles mehr! Zu viel des Schilddrüsenhormons ist bekannt als Überfunktion, zu wenig als Unterfunktion und 60% der Frauen leiden darunter – auf acht Frauen, nur rein Mann.

Kurz zu Ferritin und Haarverlust:

Ferritin ist die Speicherform von Eisen und als ein sehr sensibler Kennwert kann es dürftig werden auch ohne Anämie oder Mangel an roten Blutkörperchen. Haarverlust wird oft mit Schilddrüsenunterfunktion in Verbindung gebracht und Ferritin spielt hier eine entscheidende Rolle, in dem es die Schilddrüsenhormone ins Zellinnere transportiert. Ist also der Ferritinpegel zu niedrig, kann der Körper kein T3 anwenden! Ein Ferritinlevel von 40 ng/ml ist notwendig, um Haarverlust zu stoppen, und 70 ng/ml sind nötig, damit Harre wieder wachsen.

Wir sollten jedenfalls 2-3 wöchentlich ein wenig Fleisch – am besten in Bioqualität – zu uns nehmen, um den Ferritinwert zu pflegen, und während der Periode sogar ein Multivitamin mit B-Vitaminen dazu.

Also: Die Schilddrüse unterliegt in ihrer Schaffenskraft definitiv dem Stresspegel in unserem Leben. Sie wetteifert mit den Nebennieren und im Überlebensmodus, stimuliert der Körper die Nebennieren, so dass Cortisol und Adrenalin ausgeschüttet werden. Die Schilddrüse wir dann gebremst, so auch der Stoffwechsel, wir nehmen an Gewicht zu, die Fähigkeit der Hormonregulation und die Entgiftungskraft der Leber werden gedrosselt.

Stress kann sich physisch äußern oder mental, emotional. Er hat immer einen Einfluss auf die s.g. HHN Achse (Hypothalamus – Hypophyse – Nebennieren). Bedenken wir es immer, wenn wir einen Marathon laufen, schwanger sind, uns von einem Unfall erholen, an einer Infektion leiden oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Umwelttoxinen ausgesetzt sind, Kummer bei der Arbeit oder in der Liebe haben, neue Verantwortlichkeiten oder eine Prüfung. Die Schilddrüse wird immer in Mitleidenschaft gezogen!

HHN Achse (Hypothalamus – Hypophyse – Nebennieren) ist das Sympathische Nervensystem. Die Schilddrüse wird von der Hypothalamus reguliert und von der Hypophyse / Hirnanhangdrüse stimuliert; die Adrenaldrüsen spielen eine indirekt wichtige Rolle indem sie Cortisol produzieren, ein lebenswichtiges Hormon, das an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt ist und bei Stress vermehrt freigesetzt wird. Cortisol reduziert die Umwandlung des inaktiven T3 ins aktive T4.

Was passiert beim Stress: Hypothalamus – schüttet ungenügend TRH (Thyreotropin-Releasing-Hormon) aus. Damit wird die Hypophyse zur Freisetzung von TSH (thyreoidstimulierendes Hormon) stimuliert. Die Schilddrüse kann folglich vom TSH nicht entsprechend stimuliert werden zur Produktion der Schilddrüsenhormone T3 und T4. Die Nebennieren schütten Cortisol aus: die Umwandlung von T4 zu T3 wird gedrosselt.

Wie können wir uns davor schützen?

  • Gluten freie Ernährung, wenig Getreide
  • Candida Pilz Entgiftung
  • Sieben Stunden Schlaf
  • Gemäßigtes Training
  • Mindfulness und Meditation, Gedankenkontrolle
  • Strategische Nahrungsergänzung
  • eine antientzündliche Diät mit vielen Antioxidantien!

Ganz wichtig ist eine möglichst cleane Ernährung: frei von chemischen Zusatzstoffen, Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern und stark verarbeiteten Produkten; dafür vollwertig und abwechslungsreich. Wenn wir die entzündungsfördernden Speisen weglassen, reduzieren wir den physiologischen Stress. Ebenso mit einer Candida Entgiftung, die oft im Zusammenhang mit Antibiotika Kuren und Dysbiosen auftaucht. Eine zehn Wochen Kur ist notwendig, um das Mikrobiom wieder herzustellen.

Stress kann auch reduziert werden, indem wir auf ein extensives Training verzichten zugunsten moderater Bewegung. Und schließlich sollten wir den mentalen Druck in Griff kriegen: Gedankenmanagement, Zeitmanagement. Yoga, Atemtechniken und Entspannungsübungen können helfen.

Strategische Nahrungsergänzung ist essentiell, um die Performance der Schilddrüse zu optimieren:
Wunderbar sind Adaptogene, um den Metabolismus zu beeinflussen, insbesondere: Cordceyps, Panax Ginseng, Rhodiola. Darüber hinaus Glutathion, ein Powerantioxidant, das freie Radikale deutlich reduziert. Auch: das relaxierende Magnesium, das nicht nur antientzündlich wirkt, sondern auch den Schlaf und die Verdauung verbessert.

Und schließlich: Nahrung ist Medizin. Mineralstoffe, Antioxidantien, und B-Vitamine aus der Ernährung sollten im Fokus stehen. Ganz wichtig: Iodine, Selenium (Paranuss!), Magnesium, Zinc. Antioxidantien, aus frischen Kräutern und Gewürzen – Kurkuma, Ingwer, Basilikum, Rosmarin, Kümmel, Koriander – um einige zu nennen. Pflicht sind 2-3 Tassen Gemüse, am besten das Schwefel haltige, also Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl. Und gesunde Fette: Avocado, Mandeln, Nüsse und Samen. B Vitamine wirken als wahrhaftige Metabolismus Booster: aus Eigelb und Hühnchen Leber. Aber alles ist natürlich individuell und muss gezielt in einer persönlichen Beratung angepasst werden.

One Reply to “Schilddrüse unter Strom”

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